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Buchprojekt „Serielle Dystopien“

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Deadline: 01.08.2019

 

 

Ende der 2000er-Jahre setzte mit Jugendroman-Trilogien wie „The Hunger Games“ von Suzanne Collins und „The Maze Runner“ von James Dashner sowie den rasch folgenden Verfilmungen ein regelrechter Hype um Dystopien ein, der bis heute anhält. Ob in der Literatur, in der Spielfilmproduktion, der Serienproduktion oder auch im Comic: serielle Dystopien sind omnipräsent. Dabei sind die Szenarien durchaus unterschiedlich. Sie eint aber die relativ nahe Zukunft, von der erzählt wird. Seien es Serien wie „Tribunal 1982“ (1972), „The Walking Dead“ (seit 2010) oder „The Handmaid's Tale“ (seit 2017): Die Zukunftsbilder, die entworfen werden, sind uns gar nicht so fern, selbst dann, wenn sie phantastisch und sehr spekulativ sind. Dazu zählen auch alternative-history-Serien wie „The Man in the High Castle“ oder die sich auf digitale Zukünfte spezialisierende Anthologie-Serie „Black Mirror“. Sind serielle Dystopien vor allem ein Indiz dafür, dass es aktuell international einen enorm großen Markt für Serien gibt und die Medienindustrien Stoffe aller Art brauchen? Ergibt sich nach Marktmechanismen aus der populären Serialität notwendigerweise die populäre Serien-Dystopie? Oder steckt noch mehr dahinter? Gibt es etwas an Dystopien, was sie in besonderer Weise für serielle Formate prädestiniert?

Mit der Tagung 'Dystopien in Serie', die am 8. April 2019 an der DEKRA | Hochschule für Medien stattfand, wurde ein erster Schritt unternommen, diesem Phänomen auf die Spur zu kommen. Die Tagung, eine Kooperation der DEKRA | Hochschule für Medien und des Instituts für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg, konzentrierte sich auf TV- und Streaming-Serien. Geplant ist nun eine Publikation bei Springer VS, die ein breites Spektrum an Studien zur seriellen Dystopie integrieren soll. Herausgegeben wird der Band von Christian Hißnauer, Thomas Klein, Lioba Schlösser und Marcus Stiglegger.

Natürlich konnten durch die eintägige Tagung nicht alle relevanten Themen abgedeckt werden (siehe Rückblick zur Tagung). Der vorliegende Call zielt darauf ab, Wissenschaftler*innen anzusprechen, die zu seriellen Dystopien in folgenden Medien und Themen geforscht haben, forschen oder Interesse haben, sich damit zu beschäftigen.

Medien

       Literatur | insbesondere die Jugendroman-Trilogien /-Zyklen

       Game | z.B. die Serien „Bioshock“, Fallout, „Deus Ex“

       Comic | z.B. die Lazarus-Serie, der Aldebaran-Zyklus

       Animé - Manga | z.B. „Psycho-Pass“

       Kinofilm | z.B. die „Planet der Affen“-Reihe

Themen

       . Adaptionen und Transmedialität

       . Dystopie & Gender

       . Dystopien in diversen Kulturräumen und interkulturelle Ansätze | z.B. „3%“ (Brasilien), „The Rain“ (Dänemark), „La Zona“ (Spanien)

       . Climate Fiction in TV- und Comicserien

       . Dystopie und Zeitreise

       . Digitalisierung | Künstliche Intelligenz

Weitere Themen zu seriellen Dystopien sind willkommen.

Wir bitten um Zusendung von Abstracts (300 Wörter) und einer Kurzbiografie als pdf an thomas.klein@unihamburg.

de. Deadline ist der 1. August 2019.